Branding
Die folgenden Ausführungen sind der Publikation “Visuelle Unternehmenskommunikation” (Berzler, 2009) entnommen. Am Artikelende ist der Zitationshinweis und die Bibliographie (zum Download) zu finden.
Die Markierung von Produkten hat eine lange Tradition und findet sich in sämtlichen Hochkulturen. Im alten Ägypten (3000 v. Chr.) wurden bereits Ziegelsteine, welche den Weg zu den Pharaonen-Gräbern wiesen, mit Symbolen versehen. In Kanaan, dem heutigen Syrien, wurden schon 2000 v. Chr. Krüge von deren Herstellern markiert. Auch Steinmetze hinterließen auf den Mauern Trojas ihre Markierungen. Im Mittelalter forderten die Gilden von ihren Mitgliedern die Markierung der Produkte zur Hervorhebung der konsistenten Qualität und zum Zwecke der Abgrenzung von konkurrierenden Herstellern (vgl. Esch/Langner 2005: 575). Etymologisch lässt sich das englische Wort „brand“ nach Gad (2005: 24) auf die Wikinger (517-1066 n. Chr.) zurückverfolgen. Zur Zeit der Nordmänner bedeutete „Branding“ das Brandmarken von Vieh zum Zwecke der Kennzeichnung von Besitz und einer eindeutigen Zuordnung. Esch (2004: 167) sieht den gleichen Zusammenhang der ursprünglichen Verwendung des Wortes. Er geht allerdings davon aus, dass das Wort auf nordamerikanische Siedler zurückgeht.
Die folgenden Ausführungen sind der Publikation “Visuelle Unternehmenskommunikation” (Berzler, 2009) entnommen. Am Artikelende ist der Zitationshinweis und die Bibliographie (zum Download) zu finden.
Die kommunikative Brücke von Mensch zu Mensch bauen das Wort und das Bild. Beide Verständigungsmittel entwickelten sich im Laufe der Zeit weiter, wurden vielfältiger und differenzierter. Durch die Entwicklung der Buchdruckerkunst wurden manuell hergestellte Einzelwerke mit eingeschränkter Reichweite von massenhaft reproduzierbaren Kommunikationsmittel weitestgehend ersetzt, d.h. anders gesagt: die Mitteilung an Einzelne wurde durch Masseninformation bzw. die mündliche von der visuellen Kommunikation abgelöst (Müller-Brockmann 1971: 6).
Integrierte Unternehmenskommunikation
Die folgenden Ausführungen sind der Publikation “Visuelle Unternehmenskommunikation” (Berzler, 2009) entnommen. Am Artikelende ist der Zitationshinweis und die Bibliographie (zum Download) zu finden.
Die ursprünglich von Aristoteles[1] stammende und später von anderen Autoren zu der These „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ reduzierten Anschauung, stellt die Basis für die gesamte Betrachtung der Integrierten Kommunikation dar: „Übertragen auf die Kommunikation kann das Ganze als das gesamte Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Marke verstanden werden. Die einzelnen Teile des Ganzen entsprechen den Kommunikationsinstrumenten und -maßnahmen, die zur Bildung des gesamten Erscheinungsbildes des Unternehmens bzw. der Marke beitragen.“ (Bruhn 2005b: 96). Das Konzept der Integrierten Unternehmenskommunikation ist somit ein holistischer Ansatz, der versucht die Unterteilung in einzelne Wissenschaftsdisziplinen bzw. die Grenzen, die durch die Unterteilung von Kommunikation in die einzelne Bereiche wie Werbung, Sponsoring, Public Relations, Interne Kommunikation, Verkaufsförderung usw. aufzulösen und Kommunikationsprozesse so auszurichten, dass die Empfänger diese als Einheit empfinden – unabhängig von welcher Quelle sie stammen (vgl. Kirchner 2001: 34f, Mast 2002: 23f). Es lässt sich hieraus folgende Begriffsdefinition ableiten:
“Integrierte Unternehmenskommunikation” ist das korporative Abstimmen und Zusammenwirken aller kommunikativer Botschaften eines Unternehmens zur Erreichung von Synergiewirkungen.
Re-Branding: McDonald’s wird Grün
Interview auf derstandard.at
Grün statt Rot: Markenstratege Alexander Berzler über das neue Logo von McDonald’s und was gut gemachtes Corporate Design bringen kann
McDonald’s will die Farbe Rot aus dem Logo streichen und durch Grün ersetzen. “Einbußen in der Wiedererkennbarkeit sind zwar kurzfristig wahrscheinlich”, meint Markenstratege Alexander Berzler dazu, generell sieht er aber mehr Chancen als Risiken, “einen klaren Vorteil bringt die Umgestaltung durch die visuelle Differenzierung zum Hauptkonkurrenten Burger King, welcher auch die Farbkombination Gelb/Orange und Rot verwendet”. Generell sei das Potenzial von visueller Unternehmenskommunikation hierzulande noch nicht ausgeschöpft, “der Text ist letztlich eichter steuerbar als Bilder, das Lesen von Bildern ist eine Fähigkeit, die erlernt werden muss”.
Meiner Meinung nach handelt es sich bei diesem TV-Spot um ein sehr gelungenes Beispiel für die Erschaffung einer emotionalen Bilder- und Erlebniswelt. Mittels einer aufwendigen 3D-Animation wird der Rezipient in eine Erlebnis- bzw. Fantasiewelt versetzt: Im märchenhaften Universum innerhalb eines Coca Cola-Automaten wird das Getränk hergestellt, die Marke bzw. das Produkt Coca Cola mystifiziert. read more…
